LaTeX-Workflow Teil 1

Wurde letztens gefragt wie denn mein LaTeX Workflow so aussieht. Nun das ist eine sehr individuelle Geschichte, abhängig von vielen Parametern

Die Aufgabe ist für die grobe Herangehensweise entscheidend. Es ist leicht verständlich, dass man ein Buch ganz anders anfängt als z.B. einen zehnseitigen Bericht. Bei Büchern ist die Erstellung eines Konzeptes  entscheidend um den Überblick auf vielen Seiten zu behalten. LaTeX kann Vieles, inhaltliche Wiederholungen erkennen sicher nicht. Inhaltliche Konsistens und Erfüllung formaler und sprachlicher Kriterien, sowie die Sinnhaftigkeit des geschriebenen Textes liegt alleine in der Verantwortung des Autors.

Obschon LaTeX die Trennung von Inhalt und Gestaltung weitgehend zulässt und somit eine maximale Flexibilität im Workflow anbietet, bereitet gerade diese Trennung vielen Anfängern wie fortgeschrittenen Benutzern Probleme. Die Word-Sozialisierung, an der maßgeblich deutsche Schulen und Unternehmen beteiligt sind, erschwert oft das abstrakte und vor Allem getrennte Denken. Die Tatsache, dass man ein Gliederungskonzept nach 500 Seiten mit einigen wenigen Copy-Paste Aktionen komplett umbauen kann erscheint doch viel zu selten im Blickwinkel des Neu-Nutzers. Denn wer so was mit Word versucht, ist relativ schnell dem Wahnsinn nahe.

Wie dem auch sei: Hier kommt die erste Version eines Workflows, wie man hin mit LaTeX umsetzten könnte. Ganz allgemein: zunächst nachdenken, dann ein kleines Minimaldokument bauen, dann schreiben (unter Berücksichtigung der gewünschten Gliederung). Erst danach würde Ich mich an das globale Layout machen.

Ein kleiner Workflow

LaTeX Workflow

Hier also ein Beispiel eines Workflows, gezeichnet mit tikz. Ich gehe von einem max.  30 S. Dokument aus und davon, dass die Idee und der Text schon im Kopf des Autors ist. Genau so wie eventuelle Daten und Bilder sowie die Anforderungen an das layout schon vorliegen. Blaue Wolke: denke nach! Gelber Kasten: erstelle ein Konzept, grüner Kasten: Tipparbeit, graue Flagge: das ist der Input, wie Anforderungen und Ergebnisse.

Dies ist eine Fortsetzunggeschichte. Ich sammle Ideen zur Formulierung von Worksflows und wenn sinnvoll wird das hier veröffentlicht.

PS: Sollte jemand an dem Tikz Code Intresse haben, so kann er das gerne im Kommentar vermelden.

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